16.4.12

Das kleine ich bin ich

Mein Freundes- und Bekanntenkreis ist nicht homogen. Wir verfügen nicht über die eine, alles entscheidente Verbindung. Wir teilen nicht das ultimative Hobby. Vielmehr hat jeder so "seines". Jeder hat eine andere Vorliebe, andere primäre Interessen die wiederrrum jeden für sich prägt und ausmacht.
Da wäre z.B.  die "Fashionqueen" -sie ist immer gut angezogen, alles paßt zusammen, sieht stilvoll aus und ist dazu noch authentisch. Sie verbringt bestimmt nicht (viel) mehr Zeit als wir anderen vor dem Spiegel. Sie kann einfach besser einkaufen, denn Sie hat Ihren Stil gefunden.
Dann gibt es unseren "Zeitgeist". Immer im Netz, immer online. Twittern, Facebook, iPhone, Apps -sie weiß alles, sie kann alles, sie hat alles. Immer auf dem Sprung. Immer wieder dabei sich neu zu erfinden.
Der "Bücherwurm": In der Tasche immer ein Buch, neben dem Bett ein anderes, ein Drittes im Wohnzimmer. Parallellesen kein Problem. Ob Klassiker, Ratgeber, Wochenzeitung oder Lyrik, in jedem Genre sicher Zuhause. Ein Resüme von ihr über ein gelesenes Buch läßt mich bewundernt aufblicken, ihre Meinungen und Gedankengänge beschämen mich oft durch die Vielfalt ihrer Gedanken.
Das Pondon in Form des Filmfreaks habe ich auch zu bieten. Keine Kassenschlager, keine Blockbuster. Genrekino, Filmmusik, Filmkritiken...da lacht ihr Herz. Sie kennt jeden Klassiker, jeden Independent- und Low-Budget-Film. Filmzitate platziert sie punktgenau. Sie beeindruckt mit ihrem Wissensspektrum.

Und ich??? Ich fühle mich oft ziemlich verloren zwischen all den gestärkten Persönlichkeiten. Sie wissen was sie können und was sie wollen. Sie sind klar in ihren Vorstellungen und klar in ihrem Auftreten.
Ich hingegen kann alles und nichts. Mich interessiert alles...ein bischen.
Ich lese gerne....Romane.
Ich nähe. Ich nähe Kissen ....und habe immer viel vor.
Ich fotografiere....gelegentlich.
Ich habe viele Ideen....im Kopf.
Ich liebe die design yourself Mentalität...ich designe auch wirklich viel....nur nie zuende. Ich stricke, ich sticke, ich male, bastle, klebe, verziere, verpacke...hänge auf, hänge ab, male an/um/drumherum. Aber ohne Sinn und Verstand, ohne klares Ziel, immer intuitiv drauflos.
Ich liebe Design, insbesondere Wohndesign. Nur leider verfolge ich auch hier keinen konsequenten Stil -> Ich bin zu sprunghaft.

Wenn ich aber darüber nachdenke: eigentlich ist genau das "meines". Ich bin Interdisziplinär.
Meine Interessenvielfalt ermöglich es mir, mich komplexen Themen und  Problemen von vielen Seiten zu nähern und so zu neuen, kreativen und unkonventionellen Lösungen und Sichtweisen zu gelangen. Halleluja, ich habe mich dem Thema Selbstfindung gerade ein rießen Stück genähert :-)

Fühlt Ihr Euch auch manchmal orientierungslos in Eurem Umfeld? Fällt es Euch schwer Euch zu definieren? Oder seid Ihr Euch Euren Fähigkeiten und Vorstellungen sehr bewußt?





Kommentare:

  1. 1000 Ideen, aber umsetzungsschwach. Zwei rechte Hände, aber inkonsequent. Alle Sinne immer auf Empfang, aber Filterprobleme. ;-)
    Interdisziplinär.... das gefällt mir, denn es klingt so herrlich positiv. :-)

    LG, Katja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Interdisziplinär!
      (da bestehen wir drauf :-))

      Löschen
  2. Genau das kenne ich und hab es bis jetzt noch nie so gesehen... Danke für diese tolle neue Sichtweise! :)
    xo Zoe

    AntwortenLöschen
  3. Was soll ich sagen? Klingt sympatisch!

    AntwortenLöschen
  4. das kommt mir irgendwie alles sehr bekannt vor! Alles läuft auf 80%, aber auf 100 verschiedenen Gebieten. Beste Voraussetzung fürs gehobene Management. Interdisziplinär klingt allerdings etwas charmanter :-)

    AntwortenLöschen

♥♥♥ Danke, dass Du Dir Zeit genommen hast meinen Blog zu verfolgen. Ich freue mich wirklich sehr über Dein Feedback, Deine Fragen und Anregungen.