Alles aber nichts richtig. Es scheint als habe sich das Lebensmotto mir verschrieben. Die Listen der to und dos werden länger, was das Gefühl des ständigen hinterherhinkens nicht vertreibt. Ein Tag die Woche frei steht ganz oben, oje, da ist er wieder, der Druck. Ein Babysitter, oh nein, der ist so teuer, nützt nichts, ohne geht nicht...ohje, jetzt zieht er wieder weg. Und nun? Alles auf Anfang.
Endlich wieder soziale Kontakte vertiefen, die Nummer zwei der Liste, inhaltlich und gefühlsmäßig da sein, Freundschaften wieder aktivieren und intensivieren statt immer nur beanspruchen. Stop. Vorher muss aber noch schnell ein Kuchen für das Sommerfest gebacken werden, oh nein, zwei Kuchen, die Kita will auch noch einen, Sommerferien...Schließzeiten, der Mietwagen ist noch nicht gebucht, oder doch Zug...wo ist eigentlich der Kinderausweis...was, ich brauche das Kind um einen neuen Reisepaß zu beantragen....das Kind ist nicht in Berlin, morgen fahren wir....Schulsachen kaufen, Zahnarzttermine...ich will mal wieder zum Yoga...1x klappt...Yippi....dann eine Woche kinderfrei. Da paßt viel rein in so ne Woche. Besonders viel arbeit geht mit erhobener Fahne voran. Arbeitsmarsch. Konzerte, Kino, Essen gehen, Trinken, Essen gehen, Trinken, ein Umzug und Wohnungsgrundreinigung, Shoppingmarathonbegleitung und eine Sommernacht auf den Straßens Berlin Mitte mit Containerkonzert...herrlich.
Ausschlafen, Ruhe finden, Kräfte sammeln, Lesen und endlich mal diverse Ausstellungen besuchen....achje, ich wußte ich habe was vergessen.
Die innere Zerrissenheit. Die Gute. Einerseits will man zu sich kommen, den Streß kompensieren, Körper und Geist nähren. Wenn da nur andererseits nicht währe. Die engen Wände die im Zeitraffer aufeinander zurollen, der Raum, die Luft....die Zeit schwindet, sie ist so rar. Schnell noch, das geht noch nur noch.....
Alles andere muss warten. Die letzten Monate in Bildern.