21.3.15

Kopfsalat und Wochenschau


Vor einigen Tagen habe ich mir die neue Ausgabe der Flow gekauft. Eine Erzählung über einen Professor, der einen Zenmeister besucht ist das erste was ich lese – Moment der Erkenntnis nennt man das wohl.
Kurz zusammengefasst: Der Professor hat eine weite, beschwerliche Reise hinter sich, er kommt bei dem Zenmeister an und ist völlig erschöpft, aber voller Erwartung. Kaum sitzt er, fängt er an zu reden, zu fragen – der Zenmeister bereitet dem Professor erstmal einen Tee, schenkt diesen ein, bis der Tee in der Tasse überläuft. Der Professor weißt den Zenmeister darauf hin, dieser sagt "Genauso ist es bei Dir, Dein Kopf ist so gefüllt mit Gedanken, dass kein Platz mehr darin ist eine Antwort von mir aufzunehmen".
Passend dazu habe ich vor kurzem einen Artikel über meine Generation gelesen. Beschrieben wurde diese als unglaublich wissbegierig, interessiert und wie man so schön sagt "open minded". Allerdings gibt es keine Generation die einerseits so interessiert ist, andererseits keine Geduld hat die Antwort auf die eigenen Fragen abzuwarten. Moment der Erkenntnis 2.0.

Ein Stapel Zeitschriften aus der Bücherei liegt vor mir, bereit interessiert gelesen zu werden. Stattdessen screene ich die Artikel zwischen Frühstück und Wäsche, fotografiere mir relevant erscheinende Texte raus und archiviere sie in Evernote. Durchorganisiert bis ins letzte Haar, das kann ich. Heute habe ich mir zwei neue Bücher gekauft, dabei liegen hier noch 3 druckfrische Zeitschriften und 4 angefangene Bücher rum. Letzte Woche habe ich während des wischens der Wohnung ein Achtsamkeitshörbuch von thich nhat hanh gehört, es kam mir nicht in den Sinn etwas paradoxes darin zu sehen, eine Mediations CD zu hören und dabei die Hausarbeit zu machen. Meine Erklärung auf irres lachen war "immerhin mache ich nur einwas nebenbei". Ich sollte den Job wechseln.
Während mein Bruder im Skiurlaub war, letzte Woche mit dem Rad von Hamburg nach Würzburg gefahren ist, Australien bereiste und auf Fotos -die ich maximal Weihnachten zu Gesicht bekomme- immer irgendwas macht, habe ich noch nichts nichts nichts dieses Jahr geplant. Kein Wochenendtrip, kein Urlaub, keine Konferenz. Nisch.
Mein Kopf ist im hier und jetzt so voll, kommt noch irgendwas dazu blubbert´s über.

Gehört Pram von Cinnabar 
Gesehen Neo Magazin und Kulturpalast, Jim Avignion/Neoangin 
Gelesen Der Grund von Anne von Canal 
Getan Osterstrauß mit Tulpen, Palmkätzchen, Kirschblüten und Ostereiern, Weintrinken in der Neuen Heimat 
Gegessen Schillerburger 
Getrunken Club Mate 
Gereist Hamburg (ok, waren nur ein paar Stunden) 
Gefreut Shoppingtour mit Papi 
Geärgert Kollegin hat den gleichen Frühlingsmantel wie ich, Menno, komm her alte Winterjacke, ich trage dich noch etwas länger 
Gelacht mit Lippenstift die Finger lackiert (nicht ich) 
Gedacht wie teuer ist bitte Neukölln, das ist ja bald München Niveau – Mittagstisch du machst mich arm 
Gefragt Ostern? Osterferien? Nächste Woche?? 
Geplant mal wieder tanzen gehen, Dim Sum selber machen, Flohmarkt 
Gekauft im Nympf Musterverkauf eine schöne Hose gekauft, das Kleid leider zurückgelassen :(, eine grüne Nachttischlampe für´s Schlafzimmer 
Gewünscht mehr Parallelzeitfenster mit den liebsten Freunden 
Geklickt viele Fotografenwebseiten gesichtet



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